Forschungsprojekte

Reduktion von Informationsasymmetrien durch die EU-Taxonomie

Ansprechpartner: M.Ed. Julian Berens

Damit Europa bis zum Jahr 2050 klimaneutral wird, hat die Europäische Kommission den Green Deal verabschiedet. Ein Bestandteil dieses Green Deal sind Regulierungen, durch die die Finanzwirtschaft grüner werden soll. Eine der Verordnungen ist die EU-Taxonomie (EU-Verordnung 2020/852), die schrittweise ab 2022 und 2023 anzuwenden ist. Die EU-Taxonomie verpflichtet Finanzmarktteilnehmer anhand bestimmter Kriterien quantitativ offenzulegen, wie nachhaltig sie sind. Informationsasymmetrien zwischen Emittenten und Investoren sollen so abgebaut und Investoren zu nachhaltigeren Investitionsentscheidungen bewegt werden. Inwiefern die Verordnung aber tatsächlich einen Beitrag zur Reduktion von Informationsasymmetrien zwischen kapitalmarktorientierten Unternehmen, Kapitalanlagegesellschaften, Finanzberatern und Investoren leistet, ist bislang kaum erforscht. Der Beantwortung dieser Frage soll sich mit verschiedenen methodischen Ansätzen angenähert werden.

Lobbying von Banken im Bereich Nachhaltigkeit

Ansprechpartner: M.Sc. Eric Heyden

Lobbyarbeit ist einer der wichtigsten Mechanismen, über den die Banken versuchen, ihre Interessen in Gesetzen und Rechnungslegungsvorschriften durchzusetzen. Dies wurde bis jetzt vor allem im Bereich der Bankenregulierung untersucht, aber nicht für die Regulierung im Kontext der Nachhaltigkeit. Vor diesem Hintergrund zielt das Forschungsprojekt darauf ab, die Lobbying-Motive und -Strategien der Banken im Hinblick auf Nachhaltigkeitsstandards beispielsweise zu Umweltschutz oder sozialer Verantwortung zu verstehen. Des Weiteren soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern die Bemühungen der Finanzinstitute einen Einfluss auf die Formulierung von Nachhaltigkeitsstandards haben. Mit verschiedenen Methoden soll ein besseres Verständnis für die Rolle der Banken bei der Transformation zu mehr Nachhaltigkeit gewonnen werden.